BEI DER WUNDDOKUMENTATION GEHT ES NICHT ALLEIN UM DIE WUNDE.
Das Umfeld und das Befinden des Patienten ist ein wichtiger Bestandteil und trägt wesentlich zum Wundverlauf bei.
DIE MEDIZINISCHE WUNDDIAGNOSE STEHT IM MITTELPUNKT.
Die Grunderkrankung mit Schweregrad sowie Größe und Tiefe der Wunde werden genau beschrieben.
DAZU WERDEN FOTOS DER WUNDE ERSTELLT, AUF DENEN DIE GRÖßE ERKENNBAR IST.
So ist der direkte Wund-Verlauf jederzeit nachvollziehbar – Veränderungen klar sichtbar.

Diabetischer Fuß

Was ist ein diabetisches Fußsyndrom?

Beim diabetischen Fußsyndrom handelt es sich um typische Verletzungen und Schäden (der Nerven und Gefäße) am Fuß bei Patienten mit einer Diabetesgrunderkrankung. Es sind zwei Arten zu unterscheiden:

  • Polyneuropathie, dies ist eine Schädigung der Nerven, die ein vermindertes Schmerz- und Temperaturempfinden auslösen.
  • pAVK, (periphere, arterielle Verschlusskrankheit) dies ist eine Durchblutungsstörung (kalte, blasse Füße, eingeschränkte Gehstrecke= „Schaufensterkrankheit“).

Die anfälligsten Stellen an den Füßen sind die Zehen, der Fußballen und die Ferse.

Was tun bei einem diabetischen Fußsyndrom?

Sie haben die Vermutung, oder Ihnen ist diagnostiziert worden, dass Sie am diabetischen Syndrom leiden.
Wichtig ist nun:

  • wenn noch nicht geschehen, eine frühzeitige diagnostische Abklärung durch den Arzt
  • eine optimale Blutzuckereinstellung
  • eine sofortige Druckentlastung der Füße
  • bei schon vorhandenen Wunden sollte eine regelmäßige und konsequente Wundbehandlung unter qualifizierter Aufsicht erfolgen

Außerdem sollten Sie darauf achten, dass:

  • Ihr Blutdruck im Normbereich ist
  • Sie das Rauchen aufgeben
  • Sie sich regelmäßig bewegen
  • Sie Ihre Füße regelmäßig inspizieren und pflegen
  • Sie sich ausgewogen ernähren
  • dass Sie sich regelmäßig ärztlich untersuchen lassen

Ernährung mit diabetischem Fuß

  • achten Sie auf eine diabetesgerechte, ausgewogene Ernährung
  • nehmen Sie genügend Flüssigkeit zu sich (1,5 – 2 Liter pro Tag)
  • gegebenenfalls ist eine Diabetikerberatung und/oder -schulung sinnvoll

Fußpflege für einen diabetischen Fuß

Um dem diabetischen Fußsyndrom vorzubeugen und/oder frühzeitig Veränderungen wahrzunehmen ist eine gute Fußpflege notwendig.
Besonders zu beachten dabei sind Blasen, Verhornungen, Druckstellen, Schwielen, Fußdeformierungen, Einblutungen, Nageleinwachsungen, Pilzbefall, Verletzungen, Risse…

Weitere vorbeugende Maßnahmen:

  • tägliche Inspektion der Füße, evtl. mit Hilfe eines Handspiegels
  • tägliche Haut-, Fuß- & Nagelpflege (Wassertemperatur 30-35°C), Zehenzwischenräume trocken und sauber halten, keine Schere benutzen – feilen!
  • bei trockener Haut, Hautcreme mit Urea (Harnstoff) benutzen, jedoch nicht in den Zehenzwischenräumen
  • regelmäßige Hornhautentfernung mittels Bimsstein, besser durch Podologie
  • nicht barfuß oder auf Socken laufen
  • permanente Druckentlastung durch passendes Schuhwerk
  • tägliche Schuh-Inneninspektion auf Fremdkörper (z.B. Steine)
  • Baumwollsocken ohne eindrückende Nähte und einschnürende Gummis tragen
  • keine Hühneraugenpflaster verwenden (ätzende Substanzen)
  • keine Wärmflaschen/Heizkissen verwenden (Verbrennungsgefahr)