BEI DER WUNDDOKUMENTATION GEHT ES NICHT ALLEIN UM DIE WUNDE.
Das Umfeld und das Befinden des Patienten ist ein wichtiger Bestandteil und trägt wesentlich zum Wundverlauf bei.
DIE MEDIZINISCHE WUNDDIAGNOSE STEHT IM MITTELPUNKT.
Die Grunderkrankung mit Schweregrad sowie Größe und Tiefe der Wunde werden genau beschrieben.
DAZU WERDEN FOTOS DER WUNDE ERSTELLT, AUF DENEN DIE GRÖßE ERKENNBAR IST.
So ist der direkte Wund-Verlauf jederzeit nachvollziehbar – Veränderungen klar sichtbar.

Wunddokumentation für das Wundmanagement

Allgemeines zur Lebenssituation

Zur Wunddokumentation gehört eine ausführliche Anamnese sowie Assesments (Bewertung, Beurteilung, Einschätzung). Es werden z.B. therapie- und wundbedingte Einschränkungen erfasst. Der Patient bzw. die Angehörigen werden zum Verständnis der Erkrankung befragt und gegebenenfalls beraten. Es wird auf die Hilfsmittel, Verbandmaterialien und Therapievorschläge eingegangen.
Auch die Lebensqualität, das Umfeld und die gesundheitsbezogenen Selbstmanagement-Kompetenzen des Patienten werden dokumentiert. Die Lebensqualität bei chronischen Wunden kann mit Hilfe eines speziell entwickelten Fragebogens (Wound-Qol) erfasst werden. Zur Erfassung von gesundheitsbezogenen Selbstmanagementkompetenzen kann z.B. der Wittener Aktivitätenkatalog genutzt werden.

Von den Wundexperten werden eine Vielzahl an Assesmentkriterien erfasst. Die medizinische Wunddiagnose steht dabei an erster Stelle. Nicht nur die Grunderkrankung, sondern auch die Wundart und eine Schweregradeinteilung werden festgehalten. Des Weiteren wird die Wundlokalisation, die Wunddauer und die Rezidivzahl in digitaler Form dokumentiert. Bei der Bestimmung der Wundtiefe werden sterile Einmalinstrumente genutzt, um die Wundtiefe zu sondieren und gegebenenfalls Taschen oder Unterminierungen festzustellen.

Beschreibung der Wunde

Weiterhin werden in der EDV-gestützten Dokumentation Dinge wie der Wundrand, die Wundumgebung und der Wundgrund beschrieben. Die Angabe vom Wundexsudat erfolgt in Qualität (blutig, serös…), Quantität (viel, mäßig, wenig, kein), Konsistenz und Farbe. Dokumentiert wird auch ob ein Geruch vorliegt. Die Entzündungszeichen und das Schmerzverhalten werden erfasst. Dazu wird ein Wundfoto erstellt.

Diese Daten werden in unserer Wunddokumentationssoftware gespeichert und können jederzeit zur Verfügung gestellt werden, um dem behandelnden Arzt und dem Patienten selbst eine aktuelle Übersicht der Wundsituation zu bieten. Die Wunddokumentation kann in digitaler Form oder als Ausdruck in Form eines Wunddokumentationsbogens erfolgen.

Die individuelle Software wird regelmäßig durch unser Wundexpertenteam auf dem neuesten Stand gehalten. Dabei beziehen wir die Expertenstandards und die Informationen der Fachpresse ein. Neben der Wunddokumentation wird auch ein Patienten-gerechter und Wundheilungsphasen-gerechter Therapievorschlag erstellt, der mit dem behandelnden Arzt besprochen wird.